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Bitterstoffe

"Was bitter im Mund ist dem Magen gesund."

Schon in frühen Aufzeichnungen, zum Beispiel der Äbtissin Hildegard von Bingen, werden heimische Bitterkräuter als wichtige natürliche Anregung und Regulation für die Verdauung angeführt. Früher wurden Bitterstoffe mit Salaten, Gemüse, Wurzeln und Kräutern verzehrt, die damals noch reich an Bitterstoffen waren. Aus den modernen Gemüsesorten und anderen Nahrungsmitteln wurde allerdings zugunsten eines angenehmeren, süßeren Geschmacks der Großteil der Bitterstoffe herausgezüchtet.

Heute erinnert sich kaum noch jemand an bittere Gurken, Möhren oder Auberginen. Selbst Chicorée und Radicchio haben nur noch einen süßen Geschmack. Unsere Geschmacksnerven sind weitgehend verkümmert und mild schmeckende Sorten sind uns eher willkommen als bittere. Mit den Bitterstoffen haben wir laut Ernährungsexperten eine der vier Hauptgeschmacksrichtungen aus unserer Ernährung gestrichen. Doch gerade sie leisten dem Körper gute und wichtige Dienste. und die Verdauung an, fördern die Fettverdauung und verbessern die Darmflora. Der bittere Geschmack regt über das vegetative Nervensystem die Ausschüttung von Verdauungssekreten

Während süße Geschmacksempfindungen den Körper mehr Insulin  an und fördert so die Produktion der Verdauungssäfte in Magen, Galle und Bauchspeicheldrüse.ausschütten lassen – ein Effekt, der mit einer Appetitstimulierung einhergeht– führen Bitterstoffe in der Bitterstoffe Nahrung zu einem rascheren Sättigungsgefühl. Auch der Hunger auf Süßes wird durch Bitteres gemildert. Durch die basische Wirkung im Körper tragen Bitterstoffe zu einem Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts bei.

Bitterer Kräutergarten

Verschiedene Kräuter enthalten noch heute die wichtigen Bitterstoffe. Kräuter und Pflanzen, die schon von alters her als „Heilkräuter“ gegen alle möglichen Gebrechen eingesetzt wurden. Den Kräuterfrauen und Naturheilern waren die positiven Eigenschaften der bitteren Pflanzen bekannt, die sie sammelten, trockneten und brauten, um daraus lindernde Tinkturen, Tees und Einreibungen herzustellen. Einige Kräuter werden natürlich auch heute noch gerne in der Naturheilkunde verwendet.

Der gelbe Enzian ist bedeutender als der blaue Enzian. Er wird ca. einen Meter hoch und hat einen kahlen, aufrechten Stängel und blüht von Juli bis August. In der Naturheilkunde wird nur die Wurzel verwendet, die sehr viele Bitterstoffe enthält. Dadurch eignet sich der gelbe Enzian hervorragend als Magentonikum. Auch bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenschwäche und mangelnder Gallensekretion wird er gerne eingesetzt.

Das Tausendgüldenkraut ist eine zweijährige Pflanze, die in ganz Europa heimisch ist. Sie wird bis zu 50 cm hoch und hat rosa bis rote, manchmal auch weiße Blüten. In der Naturheilkunde wird das getrocknete, blühende Kraut verwendet. Anwendung findet das Tausendgüldenkraut häufig bei der Behandlung von Verdauungsstörungen und als Appetit anregendes Mittel sowie bei Blähungen und Leber und Gallenfunktionsschwäche.

Der Hopfen blüht im Juli und im August. Roher Hopfensaft wirkt stark auf den Stuhlgang, abgekocht wirkt er Blut reinigend und treibt die Galle. Hopfen wird außerdem gerne eingesetzt bei Nervosität sowie bei nervösen Herz- und Magenbeschwerden.

Der Salbei galt früher als Elixier des Lebens. Wahrscheinlich kommt der Name vom lateinischen „salvus“, was soviel wie Heil bedeutet. Die Sammelzeit des Salbeis beginnt kurz vor der Blüte im Mai bis zum September. Getrockneter Salbei hilft bei Schweißausbrüchen und bei übermäßigem Speichelfluss. Wegen seiner desinfizierenden Wirkung wird er gerne zum Spülen und Gurgeln im Mund- und Rachenraum verwendet. Die Inhaltsstoffe des Salbeis hemmen außerdem das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Salbeitees und -aufgüsse finden auch als Badezusatz bei Hautproblemen Verwendung, sowie bei Zahnfleischbluten, Mandelentzündungen und Verdauungsproblemen.

Die Schafgarbe wurde bereits im Altertum verwendet, um Wunden zu heilen und Blutungen zu stillen. Da die Schafgarbe besonders im Beckenbereich eine entkrampfende Wirkung besitzt, wird sie gerne in der Frauenheilkunde eingesetzt. Die Sammelzeit für die Schafgarbe sind die Monate Juli und August. Da entfaltet das blühende Kraut seine besondere Wirkung. Man kann die Pflanze einfach auspressen und den daraus gewonnenen Saft trinken. Aus getrockneter Schafgarbe wird später Tee hergestellt.

Der Wermut ist ein Strauch, der in den trockenen Gebieten Europas und Asiens heimisch ist. Er wird bis zu 1,20 Meter hoch und hat stark verzweigte Äste. Die Pflanze riecht stark würzig und hat eine Ähnlichkeit mit dem Beifuß. Der Wermut blüht von Juni bis September. In de Naturheilkunde werden die oberen zarten Teile der Pflanze verwendet. Diese sollte man zur Blütezeit abschneiden und an einem luftigen Ort trocknen. Der Wermut ist ein ausgezeichnetes Mittel bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden.

 

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