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Allergien im Vormarsch

Für die Ursachen gibt es viele Hypothesen, die mit dem „western lifestyle“ umschrieben werden, worunter man die Risikofaktoren für die Entwicklung allergischer Erkrankungen, vor allem aber das zunehmende Fehlen von Schutzfaktoren, die mit früher traditionellen Lebensweisen verbunden waren, versteht. 

Wissenschaftler vermuten, dass ein Grund für das verstärkte Auftreten von Allergien in einer übertriebenen Hygiene in den ersten Lebensjahren von Kindern liegen könnte. So leiden Stadtkinder häufiger an allergischen Symptomen als Kinder, die auf dem Land aufwachsen und es scheint demnach wichtig, Kinder nicht von Keimen fern zuhalten.

Zunehmende Luftverschmutzung und Umweltschadstoffe ebnen Allergien ebenfalls den Weg. Man nimmt an, dass Abgase die Schleimhäute und besonders die Atemwege schädigen und damit Allergene leichter passieren können. Nicht zuletzt dürfte aber auch die Vererbung eine nicht unerhebliche Rolle bei der Allergiebildung spielen. Leiden Vater oder Mutter an allergischen Symptomen, ist das Risiko bei Kindern ebenfalls stark erhöht.

Breite Allergen-Palette

Stoffe, die eine Allergie auslösen, nennt man Allergene. Häufig handelt es sich dabei um reine „Naturprodukte“, wie etwa Blütenpollen, Insektengifte, Getreide, Milch oder Pilzsporen. Andere sind chemischen Ursprungs, beispielsweise Autoabgase, Parfum oder Farbstoffe. Gerade die chemischen Allergene nehmen zu, weil der Mensch immer mehr Stoffe in die Umwelt bringt. Da kann ein normales Immunsystem oft nicht mehr mithalten.

Als typische und weit verbreitete Allergien gelten heute Lebensmittelallergien, aber auch allergische Reaktionen auf Hausstaub, Schimmel und Tierhaare. Die häufigste Form ist allerdings die Pollenallergie, also der klassische Heuschnupfen, der mit Frühlingsbeginn bei den Betroffenen für verstopfte Nasen, gerötete Augen und andere unangenehme Reaktionen sorgt.

Weitere häufige Allergieauslöser sind auch der Schimmelpilz und die Hausstaubmilbe. Allergieformen, bei denen man vermutet, dass sie durch die modernen Bauweisen gefördert werden, denn in gut isolierten Räumen und bei erhöhter Luftfeuchtigkeit durch schlechtes Lüften finden Milben und Schimmelpilze ideale Lebensbedingungen vor. Allein in Deutschland sind beispielsweise 15 Prozent der Bevölkerung von einer Überempfindlichkeit gegen Milben betroffen.

Immunsystem außer Rand und Band

Im Normalfall schützt uns unser Immunsystem vor Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Parasiten. Bei Allergikern ist dieses Abwehrsystem jedoch fehlgeleitet, sozusagen außer Kontrolle. Es erkennt bestimmte Fremdstoffe, die Allergene, als Eindringlinge und versucht sie zu bekämpfen, indem es Antikörper, sogenannte Immunglobuline, produziert. Bei jedem weiteren Kontakt mit denselben Allergenen werden Histamine und andere Gewebshormone freigesetzt und eine Entzündungsreaktion ausgelöst, um den Eindringling wieder loszuwerden. 

Frühzeitig vorbeugen

Die genetische Veranlagung für eine Allergie kann man zwar nicht beeinflussen, mit einer frühzeitigen Vorsorge können Eltern das Risiko ihres Kindes jedoch deutlich senken, da die Basis für eine spätere Allergie oft in den ersten Lebensmonaten gelegt wird. So sollten vorbelastete Säuglinge in den ersten vier Monaten gestillt oder mit einer allergenreduzierten Nahrung versorgt werden und hochallergene Nahrungsmittel wie zum Beispiel Kuhmilch, Eier oder Weizenmehl im ersten Lebensjahr gemieden werden. Dass Tabakrauch die Entstehung von Allergien begünstigt,ist ebenfalls erwiesen. Zwischen dem Passivrauchen von Kindern,vor allem durch die Mütter und der Entwicklung von Asthma scheint ein klarer Zusammenhang zu bestehen. 

Ein hundertprozentiger Schutz kann auch die Allergieprophylaxe nicht sein. In den meisten Fällen lassen sich Allergien jedoch zeitlich verzögern und zeigen sich dann in ihrer Ausprägung weniger intensiv.

Hilfe bei allergischen Reaktionen

Auslöser für viele allergische Reaktionen des Körpers ist Histamin, das zu Hautrötung, Schwellung, Atemnot oder verstärkter Sekretion führt, was wiederum heftige Reaktionen von Darm, Auge, Nase und Bronchien sowie der Haut zur Folge hat.

Zur Verminderung der unangenehmen Reaktionen werden Antihistamine eingesetzt. Sie verhindern zwar nicht die Freisetzung von Histamin, unterdrücken jedoch die damit verbundenen übermäßigen Reaktionen und Symptome. Natürliche Antihistamine sind zum Beispiel Vitamin C, Vitamin B6, Calcium sowie Zink. 

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