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Brennnessel

Unverzichtbarer Tausendsassa in der Kräuterheilkunde

Obwohl sie aufgrund ihrer stechenden Eigenschaft oft verachtet wird, ist die Brennnessel eine Königin unter den Heilpflanzen. Sie verfügt über viele Eigenschaften und ist beinahe überall anzutreffen. Man kann sie fast das ganze Jahr über ernten und praktisch jeder Teil der Pflanze ist heilkräftig. Eine Ausnahme bildet dabei der Stängel, doch in früheren Zeiten fand auch dieser Verwendung, da dessen Fasern für die Papier- oder Stoffherstellung benutzt wurden. Und dabei fängt die lange Liste der nutzbringenden Verwendungsmöglichkeiten erst an.

Eine besondere Bedeutung hat die Brennnessel für den Gärtner, denn der Kaltansatz (einige Brennnesseln für 12 Stunden in einen Kübel mit Wasser geben) wirkt hervorragend zur Vertreibung von Gartenschädlingen. Lässt man den Ansatz länger stehen, fängt er an zu gären und wird als „Brennnesseljauche“ zum Düngen und als regelrechtes Pflanzentonikum verwendet. Darüber hinaus fungiert die Brennnessel als „Zeigerpflanze“. Dort wo sie gehäuft vorkommt, zeigt sie hohe Stickstoffvorkommen an. Für den Gärtner wiederum bedeutet dies, dass er an einem solchen Platz Stickstoff zehrende Pflanzen anbauen kann. Dies kann man auch jenen Gartenbesitzern raten, die sich mit den Brennnesseln quälen. Einfach Sonnenblumen in den Bereich setzen und die Brennnesseln werden von selbst weniger.

Heilkräftigende Wirkung der Brennnessel

Doch nun zu den heilkräftigen Wirkungen dieser Pflanze für den Menschen. Hier empfiehlt es sich, die verschiedenen Pflanzenteile, nämlich Blätter, Samen und Wurzel getrennt voneinander zu betrachten. Dazu ein Tipp für Selbstsammler: Die Frage, wann man welche Teile sammelt, kann einfach beantwortet werden und ist für fast alle Pflanzen gleich. Wenn die Pflanze die Blätter bildet, sammelt man die Blätter, das Gleiche gilt für Blüten und Samen und ist die Pflanze fertig und zieht sich zum Winterschlaf zurück oder hat mit der Blätterbildung noch nicht begonnen, kann man die Wurzel graben.

Die Blätter der Brennnessel sind idealerweise im Frühjahr bis in den Frühsommer hinein zu sammeln, wobei die frühesten die wirksamsten sind. Die junge Brennnessel gehört in jede Frühjahrs-Reinigungskur, so wie Bärlauch, Kresse, Löwenzahn, Schaumkraut, Gundelrebe, Schabockskraut und was man sonst noch findet.

Brennnessel-Blätter

Die Blätter sind vor allem entwässernd und Blut bildend. Schon für Hippokrates war die Brennnessel die wichtigste Pflanze zur Blutreinigung. Sie treibt die Harnsäuren aus, was sehr hilfreich bei Rheuma und Gicht ist, und sie aktiviert und vitalisiert die Verdauungsorgane, wie Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle. Durch ihre Harn steigernde Wirkung wirkt sie positiv auf alle Beschwerden der Niere und Harn ableitenden Organe, sowie auf die Prostata. Auch äußerlich kann man die Brennnesselblätter zur Förderung der Durchblutung anwenden. Entweder wie früher durch das Auspeitschen der Körperregionen oder etwas sanfter, mit einem Vollbad.

Brennnessel-Samen

Die Brennnessel ist also ein Tausendsassa und damit in der Kräuterheilkunde unverzichtbar. Ihre Samen sind ein Kraft- und Stärkungsmittel der besonderen Art. Eine Überlieferung von früher besagt, dass die Bauern, die einen alten Gaul verkaufen wollten, diesem einige Tage lang Brennnesselsamen unter das Futter mischten, da dieser dann ein schönes und glänzendes Fell bekam, was natürlich den Kaufpreis positiv beeinflusste. Brennnesselsamen sind nicht nur ein wunderbares Tonikum für ältere Menschen, sondern steigern auch die sexuelle Kraft beider Geschlechter.

Brennnessel-Wurzel

Die Wurzel ist in ihrer Wirkung ähnlich den Blättern, aber mit einem langsameren, jedoch länger anhaltenden Effekt. In der antiken Signaturen lehre wird die Brennnessel den beiden polaren Planeten Venus und Mars zugeordnet. Dies ist selten, da normalerweise eine der Planetenkräfte überwiegt. Hier hat man den willensstarken, ehrlichen, aber auch cholerischen Mars in harmonischem Gleichgewicht zu seinem Gegenpart, der sanften Venus, die auf Schönheit bedacht ist, es allerdings mit der Ehrlichkeit nicht immer so genau nimmt, und der auch oft der Antrieb, also das „Feuer“ fehlt. Das bedeutet, dass die Brennnessel sowohl das cholerische Gemüt kühlen und besänftigen kann, als auch gegen übermäßige Lethargie und Willensschwäche hilft. Sie balanciert Zwischen Antrieb und Entspannung und ist alleine schon durch diesen psychologischen Aspekt einer der wichtigsten „Helfer“ in unserer heutigen Zeit.

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