Rufen Sie uns an: +43 662 261777
Versandkostenfrei ab 50 Euro Bestellwert
Hilfe und Kontakt
Frauenmantel

Weibliche Schutzfunktion

Der Frauenmantel (lat. Alchemilla vulgaris) wächst in jeder Höhenlage und ist in Europa, Asien und auch Afrika beheimatet. Eingegliedert wird der Frauenmantel in die Pflanzenfamilie der Rosengewächse (Rosaceae), er ist ein mehrjähriges Gewächs (Staudengewächs). Die Höhe reicht von 10 cm bis etwa 30 cm. Die unscheinbaren Blüten sind wunderschön grünlich-gelb und geben dieser Pflanze einen geheimnisvollen Hauch. Gesammelt werden die Blätter und das blühende Kraut, die im Schatten getrocknetwerden.

Betrachten wir das Blatt genauer, können wir die Form eines Mantels, wie ihn die Menschen früher getragen haben, erkennen. Es signalisiert die weibliche Schutzfunktion und wurdemit der heiligen Mutter Maria in Verbindung gebracht. So ist der Frauenmantel auch ein Symbol für alle Schutzsuchenden.

Den Zauber dieser Pflanze, der schon die Alchemisten im Mittelalter faszinierte – worauf der lateinische Name Alchemilla hinweist – kann man selbst am frühen Morgen erkunden. Denn da bildet der Frauenmantel an den Blatträndern und in der Mitte des Blattgrundes ein wertvolles Pflanzenwasser. Es ist das Wasser, das die Pflanze über die Wurzeln aufnimmt und das durch den Stängel nach oben fließt, um schließlich an den Blatträndern das Tageslicht zu erblicken. Dieses Pflanzenwasser nennt man „Guttationstropfen“.

Ein Geheimrezept unter den Kräuterkundi-gen ist das Sammeln dieser Tropfen für ein sehr wertvolles „Lebenselixierwasser“. Es ist wie eine meditative Abfolge, die man mit der Arbeit einer Biene vergleichen kann: von Blatt zu Blatt mit einer Pipette, um die Tropfen in einem kleinen Fläschchen zu sammeln. Danach gibt man bis zu zehn Tropfen davon in einen Liter Wasser und erhält somit ein wertvolles Lebenswasser, mit dem man die Kräfte der Natur zur Steigerung der eigenen Lebensenergie nutzen kann – es lohnt sich, das auszuprobieren! Die Alchemisten in früherer Zeit sammelten diese Guttationstropfen und verwendeten sie für Elixiere.

Eigenschaften, Inhaltsstoffe und verwendete Teile der Pflanze

Eigenschaften: zusammenziehend, krampflösend, entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, antibakteriell, bindegewebsstärkend, fruchtbarkeitsfördernd

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Carotinoide, Phytosterine, Leukocyanidine

Verwendete Teile: Blüten, Blätter

Anwendung

Der Frauenmantel wird hauptsächlich in der Frauenheilkunde, aber auch bei Verletzungen der Haut und Schleimhäute, verwendet. In der Frauenheilkunde ist der Frauenmantel in allen Lagen des weiblichen Lebens ein sehr wichtiges Heilmittel. Bei unregelmäßigem Menstruationszyklus, schmerzhafter Menstruation, Krämpfen oder auch bei PMS (Prämenstruelles Syndrom), das mit Stimmungsschwankungen und schmerzhaften Spannungsgefühlen in den Brüsten vor der Regelblutung einhergeht, kann der Frauenmantel helfen.

Grund für seine Vielseitigkeit, speziell für die Frau, ist ein sanftes pflanzliches Hormon, das dem Gelbkörperhormon (Progesteron) ähnlich ist. So können Mangelzustände ausgeglichen werden, die zu PMS und Wechseljahrbeschwerden führen. Der Frauenmantel wird auch in der Geburtsvorbereitung eingesetzt. Er wirkt geburtserleichternd und geburtsfördernd, stärkt die kleine und große Beckenmuskulatur und wirkt ausgleichend auf den gesamten weiblichen Organismus. Mit der Anwendung sollte man schon in der Schwangerschaft beginnen, ca. sechs Wochen vor dem Geburtstermin, und nach der Entbindung ca. drei Wochen lang fortsetzen. Da der Frauenmantel ein Wundkraut ist und zudem noch die Milchbildung fördert, unterstützt er die Abheilung eventueller Geburtsverletzungen. Als Sitzbad kann Frauenmanteltee gegen Weißfluss helfen.

Die Pflanze wirkt zusammenziehend und es wird empfohlen, nach dem Zähneziehen Mundspülungen aus dem Absud zu machen (wie z.B. nach Weisheitszahnextraktionen). Dieser ist auch ein hervorragendes Gurgelmittel bei Mundgeschwüren und bei Zahnfleischbluten. Bei kleineren Wunden kann man eine Teeabkochung auf die betroffene Stelle auflegen. Die Gerbstoffe sind für rasches Abklingen von Blutungen und für die Beschleunigung der Narbenbildung zuständig. Auch bei eitrigen Wunden, Furunkeln, Ekzemen könnte der Frauenmantel hilfreich sein. Wie andere gerbstoffhaltige Pflanzen wirkt Frauenmantel durch die zusammenziehende Wirkung positiv bei Magen-Darm-Beschwerden und leichtem Durchfall.

Teeanwendung

2 – 3 TL Frauenmantelkraut mit ¼ l Wasser überbrühen, 10 – 15 Min. zugedeckt ziehen lassen. 2 – 3 Tassen täglich trinken. Für Mundspülungen setzt man das Frauenmantelkraut kalt an, lässt es aufkochen und zugedeckt 10 Min. ziehen.

Rezept mit Frauenmantel

Frauenmantel-Dip:

125 g Topfen (Quark) mit 125 g Sauerrahm vermengen. Darunter mischt man 8 – 10 junge Frauenmantelblätter, die zuerst sauber gewaschen, trockengetupft und fein gehackt werden. Mit Salz, Pfeffer und etwas Galgant und Senf abschmecken.

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.