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Frühlingskräuter - frische Energie für Körper, Geist und Seele

Vitastoffe der Natur

Der Winter ist für die Tier- und Pflanzenwelt eine Zeit des Rückzugs und der Ruhe. Viele Pflanzen ziehen sich unter die Erde zurück und sammeln in den Wurzeln ihre Kräfte für den neuen Austrieb. Manche Tiere halten Winterruhe oder Winterschlaf, aber alle müssen jedenfalls mit ihrer Energie haushalten, denn das Nahrungsangebot ist knapp. Dem Lauf der Natur mussten sich bis zu einem gewissen Grad auch unsere Vorfahren anpassen. Kaum der Kargheit des Winters entronnen, gebot die Kirche, sich in einer 40-tägigen Fastenzeit zu mäßigen. Da vor allem der Verzicht auf Fleisch gepredigt wurde und sich die Getreidespeicher und Vorratsräume im Frühling rasch leerten, war es nur natürlich sich vermehrt das zu suchen, was die Natur jetzt bot. Und das waren frische junge Kräuter und Wildpflanzen, die gerade voll mit Vitaminen, Mineralstoffen und kraftvollen ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Flavonoiden, Senfölen, Lauchölen und Scharfstoffen aus dem Boden sprossen. 

In der heutigen Zeit sind wir durch künstliche Beleuchtung, gut geheizte Räume und eine stark veränderte Arbeits- und Lebensweise nicht mehr so sehr den Rhythmen der Natur und des Jahreskreises unterworfen. Wärme, Licht und Nahrung stehen in der Regel im Übermaß zur Verfügung. Auch wenn wir die-Entbehrungen früherer Zeiten gerne hinter uns gelassen haben, halten wir an Feiertagen und Traditionen fest. Von Martini bis zur Faschingszeit wird geschlemmt und gevöllt. Alkohol gehört für viele auch dazu, so wie Martinigansl, Weihnachtsbraten, Konfekt, fett- und zuckerhaltige Kekse und Faschingskrapfen. Dabei verzichten wir auch zwischen diesen Festtagen nicht auf Kalorienreiches. Unser Organismus hat kaum mehr Gelegenheit zur Entlastung und Erholung.

Daher ist es eine gute Idee, sich (seinem Geist und seinem Körper) einmal im Jahr eine Auszeit zu gönnen. Warum nicht in Form einer geführten Fastenwoche? Wenn das nicht möglich ist, üben Sie bewussten Verzicht (auf Genussmittel, Süßigkeiten, Fleisch, Wurst, Fastfood etc.) und machen Sie dazu eine Reinigungskur. Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten zur Reinigung, Entschlackung, Entgiftung und Ausleitung oder wie immer man den Prozess nennen möchte. Um nur einige zu nennen, von denen Sie vielleicht schon das Eine oder Andere ausprobiert haben: Fasten, Basenbäder, Moorpackungen, Adlerlass, Schröpfen, Schwitzkuren, intensive Darmreinigung, Leberreinigungskur, Ölziehen, Essigwasser mit Honig trinken etc.

Mit Kräutern und Wildpflanzen den Stoffwechsel aktivieren

Wunderbar und ganz unkompliziert funktioniert die Aktivierung des Stoffwechsels und der körpereigenen Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane mit Kräutern und Wildpflanzen. Diese sollten Sie sowieso und besonders im Frühling und Sommer vermehrt in Ihren Speiseplan einbauen, in Form von Tee, Smoothy, Frischpflanzensaft, Suppe, Salat, Aufstrich etc. Einige Blätter täglich reichen im Normalfall.

Zuerst empfiehlt es sich die Leber zu unterstützen und den Gallenfluss zu aktivieren. Der gute alte Löwenzahnsalat, der früher bei uns viel üblicher war als heute und in der französischen Küche einen hohen Stellenwert hat, ist mit seinen Bitterstoffen (die wir leider nicht mehr so gewohnt sind und uns daher nicht mehr so schmecken) geradezu prädestiniert dafür. Versuchen Sie bei Frühjahrsmüdigkeit 4 – 6 Wochen lang täglich ein paar Blättchen Löwenzahn und ergänzend ein paar Tropfen einer Löwenzahntinktur zu sich zu nehmen.

Mischen Sie so oft wie möglich ein paar junge Schafgarbenblätter in Ihr Essen. Auch diese Pflanze hat einen positiven Einfluss auf die Leber und kann in Form einer Tinktur eingenommen werden. Etwas bitterer ist der Wermut. Als Tee, Tinktur oder Wermutwein entfaltet er mit seinen Bitterstoffen verdauungsfördernde Kräfte in Darm und Leber und bringt den Gallensaft zum Fließen. Nach alter Überlieferung soll er allgemein stärkend und wärmend sein. Vorsicht allerdings ist geboten bei Überdosierung und Langzeitanwendung. Dann kann er leicht giftig wirken. Also beachten Sie stets die Weisheit von Paracelsus – die Dosis unterscheidet, ob ein Stoff giftig oder gesund ist – und informieren Sie sich stets vor einer Anwendung. Eine ähnliche Wirkung hat der etwas mildere Verwandte, der Beifuß, der als Gewürz bei fetten Fleischspeisen früher sehr beliebt war, weil er die Eiweiß- und Fettverdauung unterstützt. Auch Ysop, der früher in keinem Bauerngarten fehlte, regt den Gallenfluss an und kann unter Umständen dadurch sogar den Cholesterinspiegel senken. Ysop ist ein gutes Küchengewürz und passt hervorragend zu Kartoffeln, aber auch zu Fleisch und fetthaltigen Gerichten, da er ebenfalls die Fettverdauung fördert.

Viele Pflanzen, die auch entwässernd, also ausleitend wirken, bezeichnete man früher als „blutreinigend“. Wem fällt da nicht zu allererst die Brennnessel ein, die schon im Frühling ihre jungen Blätter ausbildet. Zupfen Sie diese an sauberen Stellen ab und machen Sie einen Brennnesselspinat oder eine Brennnesselrahmsuppe und trinken Sie kurmäßig Brennnesselblättertee. Um eine noch bessere Wirkung zu erzielen, mischen Sie den Tee mit Löwenzahn und jungen Birkenblättern. Damit verbessern Sie den harntreibenden, durchspülenden, reinigenden Effekt. Die Nieren, neben Leber, Darm und Haut das vierte große Ausscheidungs- und Entgiftungsorgan, werden es Ihnen danken.

Das allumfassendste und beste Kraut für eine Frühjahrsreinigungskur ist wohl der Bärlauch. Wer sich bei der Erkennung der Pflanze nicht sicher ist, sollte auf eine Tinktur aus der Apotheke zurückgreifen, denn er kann sehr leicht mit giftigen Pflanzen, dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlose, verwechselt werden. Wer sich aber mit Wildpflanzen auskennt, der findet oft schon im März in Auwäldern die ersten jungen Blätter. Diese schmecken ganz hervorragend im Salat, in der Suppe oder als Aufstrich (mit Topfen/ Quark), aber auch als Pesto. Die frischen Blätter sind nicht lange haltbar und sollten rasch verarbeitet werden. Sie können auch eine Tinktur ansetzen. Die Eigenschaften des Bärlauchs sind sprichwörtlich. So sagt man, dass Bären, die aus dem Winterschlaf erwachten, zuallererst nach Bärlauch suchten. Er reinigt den Darmtrakt (auch von Parasiten), kurbelt den Stoffwechsel an, soll sogar den Blutdruck senken und Ablagerungen in den Arterien verhindern, wirkt allgemein stärkend und entgiftend.

Um mit den Worten von Pater Johannes Pausch, dem kräuterkundigen Abt des Europaklosters Gut Aich zu enden: „... der Bärlauch durchflutet uns mit frischer Energie für Körper, Geist und Seele.“ Wer wünscht sich das nicht im Frühling?

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