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Ringelblume (lat. Calendula officinalis)

Von Sophie Brandstätter, Dipl. TEH-Praktikerin und FNL-Kräuterexpertin, Fuschl am See

Die Ringelblume wird auch “Arnika des Gartens“ genannt, ist dieser aber an Heilkraft überlegen. Sie ist eine einjährige, manchmal auch zweijährige, krautige Pflanze mit stark verzweigten Stängeln, deren Blütenköpfe von Juni bis in den Spätherbst hinein leuchtend gelb bis orange-gelb blühen. Die Ringelblume wird 30 bis zu 60 cm hoch und gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae).

Ihren botanischen Namen Calendula verdankt sie dem Glauben, dass sie immer am Ersten des Monats erblühe. Man kann sie lange bis in den Herbst hinein aus dem Garten holen, sie darf nur nicht vom Mehltau befallen sein.

Die Samen sind geringelt, was zum deutschen Namen der Pflanze führte. Die Blüten werden bei strahlendem Sonnenschein gepflückt, da wirken die Heilkräfte am stärksten. Getrocknet werden die Ringelblumen-Zungenblüten an einem luftigen, schattigen Ort und dann in einem Glas unbedingt im Dunklen aufbewahrt, denn sie verlieren bereits im Laufe des Winters ihre Farbe. Sind die Blüten der Ringelblume am Morgen geschlossen, ist untertags Regen zu erwarten. Sie können auch – wie die Margeriten – als Liebesorakel dienen:, „er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich ...“.

Eigenschaften: antiseptisch, wundheilend, entzündungshemmend, blutreinigend, krampflösend.

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, Säuren, Saponine, Glykoside, Flavonoide, Fermente, Triterpene, Calendulin, ätherisches Öl, Schleim, Gummin, Farbstoffe

Verwendete Teile: Blüten

Anwendung

Die Ringelblume zählt zu den Wundkräutern. Sie wirkt desinfizierend und wundheilend, verhütet Narbenwucherungen, wirkt entzündungshemmend und stillt Wundschmerzen. In der Volksheilkunde werden die Blüten in Tees gegen Magenschmerzen, Darmstörungen, Menstruationsschmerzen und bei Gallenproblemen gegeben. Die Ringelblume regt den natürlichen Entgiftungsprozess in unserem Körper an. Sollte es nach Krankheiten oder Operationen zu Lymphschwellungen kommen, wird das Lymphsystem unterstützt. Sie wirkt überaus reinigend und dient auch als wirksames Mundwasser zum Spülen bei entzündetem Zahnfleisch, nach dem Zahnziehen oder bei Rachenentzündungen. Die Tropfen, der alkoholische Auszug, haben eine ähnliche Wirkung und sind als äußerliches Wundmittel (1:10 verdünnt) verwendbar.

Die Ringelblumensalbe ist das Wundheilmittel. Sie wird verwendet bei Operationsnarben, Nagelbettentzündungen, schlecht heilenden Wunden, als Venensalbe, usw. Das Ringelblumenöl eignet sich gut zur Hautpflege, zur Behandlung von entzündeter und rissiger Haut und auch zur Babypflege, gegen Schwangerschaftsstreifen, bei schmerzenden Muskeln und gezerrten Sehnen. Wie bei allen anderen Pflanzen, die zur Familie der Korbblütler gehören, können in seltenen Fällen Allergien auftreten.

Teeanwendung

1 gehäufter TL Ringelblumenblüten mit 1/4 Liter Wasser überbrühen, ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. 2 – 3 Tassen pro Tag sind ausreichend. Bei Darmstörungen ist eine Mischung aus 2 Teilen Ringelblumen, 1 Teil Schafgarbe und 1 Teil Brennnessel als Kur sehr zu empfehlen. Für Kompressen und Umschläge bei Hautentzündungen, Quetschungen, Blutergüssen, Verstauchungen, Abszessen und Geschwüren brüht man einen starken Tee auf, lässt ihn ca. 15 Minuten ziehen und taucht ein Tuch in die abgekühlte Flüssigkeit – das fördert eine schnelle Heilung.

Rezept für Ringelblumensalbe

Blüten von ca. 20 Stück Ringelblumen (vorher ca. 1 – 2 Tage luftig trocknen) mit 100 ml sehr gutem Olivenöl 4 – 6 Wochen ansetzen, dieses Öl nochmals mit frischen Blüten im Wasserbad erwärmen, abseihen und 10 g Bienenwachs sowie 20 g Lanolinanhydrid unterrühren, etwas abkühlen lassen, evtl. 2 Tropfen Propolis untermischen und in saubere Salbentiegel geben.

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