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Pechsalbe - Baumharze als traditionelles Hausmittel

Pech ist das Harz von Bäumen und Sträuchern, das den Pflanzen als Wundverschluss dient.

Bäume, die besonderen mechanischen oder witterungsbedingten Belastungen ausgesetzt sind, bilden viel Harz. Die Harze der Nadelbäume gehörten über Jahrhunderte zu den wichtigsten Heilmitteln. Jedes Haus hatte stets einen Vorrat besonders an Fichten- und Lärchenharz. Das Pech, das in knetmasseartiger Konsistenz an der Rinde von Fichten klebt, wurde abgeschabt und in Gläsern aufbewahrt.

Das Lärchenpech ist wesentlich seltener und deshalb auch kostbarer. Die Lärche ist leichter, fröhlicher und beschwingter im Erscheinungsbild als die Fichte. Genau so ist auch ihr Harz: weicher, heller und es duftet leichter. Geht es nach den Erzählungen der alten Pinzgauer, so sollte für die Wundheilung junges wie altes Fichten- und Lärchenpech gemeinsam verwendet werden. Das junge Harz ist meistens weiß und weich und enthält noch angenehm duftende ätherische Öle. Im Laufe der Zeit verdunsten diese flüchtigen Bestandteile, das Harz wird fester und verfärbt sich über verschiedene Töne bis zu einem deutlichem Rot. Das rote harte Harz diente einst als Kaugummi und war in dieser Funktion sehr effizient.

So gibt es viele Geschichten über die Pechkauer, die besonders weiße Zähne gehabt haben sollen. Das Pech mit seiner antimikrobiellen Wirkung scheint ein wirklich guter Kaugummi zu sein, der Geschmack ist in der heutigen Zeit allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Volksheilkundige Pinzgauer wussten auch ganz genau, wie eine Pechsalbe gemacht wird. Die fertige Salbe soll nicht mehr als ein Drittel Pech enthalten. Eine Wunde muss langsam von innen herausheilen. Bei zu starken Pechsalben kann die Heilung mit dem Verschließen der Wunde nicht mithalten.

Desinfizierend und entzündungshemmend

Die Wirkungen der Pechsalbe sind ganz klar: antimikrobiell (gegen Bakterien, Viren und Pilze), entzündungshemmend und zusammenziehend. Das sind drei besonders gute Wirkungen für eine Wundheilsalbe. Deshalb wurde die Pechsalbe auch direkt auf offene Wunden geschmiert. Für Schnitt- oder Schürfwunden ist sie bestens geeignet. In einzelnen, seltenen Fällen können auch Unverträglichkeiten auftreten, so wie bei allen Natursubstanzen. Colophoniumallergiker beispielsweise vertragen die Pechsalbe nicht. Deshalb empfiehlt es sich, an der Arm-Innenseite oder am Wundrand die Salbe zu testen.

TEH Pechsalbenrezept

Zum Kochen von Pechsalben wird heute Olivenöl und Bienenwachs statt Schmalz verwendet: 200 g Olivenöl, 40 g Bienenwachs, 60 g Harz, Ringelblumenblüten, Schafgarbenblüten. Das Harz und die Kräuter in warmem Olivenöl mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen, abseihen, Bienenwachs zugeben und in Tiegel füllen.

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