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Stress und Bewegung

Entspannung und Stressbewältigung durch Bewegung und Sport

Wer unter Stress steht, befindet sich unter Anspannung und in einer Art Alarmbereitschaft. Diesen Zustand haben unsere urzeitlichen Vorfahren über Jahrtausende gelernt, um blitzschnell auf Gefahren und Bedrohungen reagieren zu können und so ihr Überleben in einer feindlichen Umwelt zu gewährleisten. Die Ausschüttung hoher Dosen von Stresshormonen sorgte dabei für die richtige, oft lebensrettende Reaktion: fliehen oder kämpfen waren die Alternativen. Flucht oder Kampf boten aber auch die nötigen Möglichkeiten, sich abzureagieren und den „normalen“ körperlichen Zustand wieder herzustellen.

Wie reagieren wir heute: Wenn der berufliche Leistungsdruck nicht mehr zu bewältigen ist? Wenn einem der übervolle Terminkalenderkeine Zeit für Familie und Freizeit mehr lässt? Wenn die finanziellen oder privaten Probleme Überhand gewinnen? Während viele Menschen Entspannung auf der Couch vor dem Fernsehgerät suchen, bauen andere Stress durch Bewegung ab. Das passt schon eher zum „Fliehen oder Kämpfen-Szenario“ unserer Vorfahren.

Besser verständlich wird Bewegung als Stressreduzierung, wenn man bedenkt, dass auch die Muskulatur bei Dauerstress einer ständigen Anspannung ausgesetzt ist. Lang anhaltende Verspannungen, Schmerzen und Fehlhaltungen sind die Folge. Bei permanenter Muskelanspannung werden die Blutgefäße regelrecht zusammengepresst, die Versorgung mit Blut und Nährstoffen lässt nach. Dadurch können auch Abfallstoffe schlecht abtransportiert werden, die Muskulatur beginnt zu übersäuern. Die dadurch entstehenden Schmerzen werden schneller chronisch, als man denkt.

Warum Sport betreiben?

Weil man ohne körperliche Fitness weder leistungs- noch genussfähig ist! Alltägliche Anforderungen, denen das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur nicht gewachsen sind, erhöhen den Stress. Wenn einen schon ein kurzer Fußweg oder Treppen steigen außer Puste bringt, dann geht dabei der Puls hoch, der Blutdruck steigt - eine echte Stresssituation für unseren Körper. Mit einem flotten Spaziergang, am besten drei Mal in der Woche eine halbe Stunde lang, kann man dagegen vorbeugen. Wer diesen Spaziergang gleich mit einem Ausflug in den Wald, über Wiesen und Felder, verbindet, erfährt durch die Eindrücke in der Natur zusätzliche Entspannung und Ruhe. Bewegung steigert die Freisetzung des Glücksbotenstoffes Serotonin sowie der Endorphine und schenkt dem Organismus schon durch langsames Gehen bis zu 25 % mehr Sauerstoff. Das Hormon Adrenalin regt bei positivem Stress, wie zum Beispiel Sport, kurzfristig das Immunsystem an und steigert Kreativität und Leistungsfähigkeit des Gehirns.

Wenn Sie Warnsignale wie trommelnde Finger, Augenzucken, nervöses Hin- und Her rutschen auf einem Stuhl, plötzliches Aufspringen und geballte Fäuste an sich beobachten, sich ruhelos im Bett hin und her wälzen, dann ist es höchste Zeit, auf Ihren inneren Stressmanager zu hören, aufzustehen und sich zu bewegen.

Auswirkungen auf den Körper

Das Herz eines untrainierten Menschen schlägt durchschnittlich 70 Mal in der Minute. Durch Ausdauertraining sinkt die normale Pulsfrequenz auf 50 bis 60 Schläge in der Minute, bei Spitzensportlern sogar noch weniger. Der Herzmuskel wird gekräftigt, gleichzeitig muss das Herz bei verbesserter Leistung weniger arbeiten. Die Arterien werden elastischer, was sich besonders auf den Blutdruck positiv auswirkt. Es bilden sich feinste Blutgefäße, die Kapillaren, die die Nährstoffversorgung der Zellen verbessern. Die Zahl der Mitochondrien, die „Kraftwerke“ der Zellen, steigt und der Stoffwechsel funktioniert besser.

Fazit: Ein trainierter Organismus arbeitet ökonomischer und effizienter als ein untrainierter. Die Kraftreserven werden besser genützt und in Belastungssituationen - eben bei Stress - kommt der Körper besser zu Rande, weil er die zur Verfügung stehenden Energien ökonomischer verwaltet.

Auswirkungen auf die Psyche

Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Sport einen bedeutenden Einfluss auf die Stimmung hat. So verordnet man etwa depressiven Menschen Bewegungstherapien, weil die regelmäßige Bewegung die emotionale Stabilität verbessert und zur Vernetzung der Gehirnzellen beiträgt. Solche Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Teilbereiche des Systems „Mensch“ miteinander in Verbindung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Bewegung ist gewissermaßen ein Muss für alle Menschen!

Ideal ist ein regelmäßiges Training, am besten dreimal pro Woche. Auf jeden Fall sollten Sie eine Sportart auswählen, die Ihnen wirklich Spaß macht. Passen Sie auf, dass Sie beim Trainieren nicht unter Leistungsdruck geraten - andernfalls artet es wieder in Stress aus.

Am besten eignen sich alle Ausdauer-Sportarten wie Walking (kraftvolles Gehen), Joggen, Nordic Walking, Schwimmen, Rad fahren, Inline Skaten und Schilanglauf.

 

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